So, jetzt aber mal ein anderes Thema. (Ich vermeide es normalerweise in dem Blog hier, über Politik zu reden, aber das ist ja ein genderrelavantes Thema, zu dem ich wiederum gern mal ein bisschen meinen Meerrettich dazu gebe).
Die Bundeskanzlerin hat also heute ein Machtwort gesprochen und uns bis Sommer 2013 eine Herdprämie versprochen.
Dabei heißt es, dass die Frauen ja nicht drauf verzichten müssen, ihre kleinen Kinder früh in die Kinderkrippen zu geben, aber dafür entlohnt werden sollen, wenn sie freiwillig darauf verzichten. Ist das nicht eine hinterlistige Strategie? Es erinnert mich ein wenig an die gesetzliche Lage zum Schwangerschaftsabbruch: Der ist in Deutschland theoretisch auch mit Freiheitsstrafe bedroht aber praktisch straffrei. Es droht in den allermeisten Fällen keine gesetzliche Strafe, wenn eine Frau eine Abtreibung vornehmen lässt, aber sie ist im bürgerlichen Strafgesetzbuch (§218ff.) sehr wohl eine Straftat. Ein Verbrechen. Und für Verbrechen soll man sich schämen...
Egal, zurück zur Herdprämie: Ich finde, hier wird ein ähnlicher moralischer Druck auf Frauen geschaffen wie bei der Abtreibung. Bei der Abtreibung wird etwas, was "falsch" ist, nicht bestraft, bei der Herdprämie wird etwas, was nicht richtig ist, "belohnt". Wenn man schon rechtlich nicht durchgreifen kann, und alle dazu zwingen kann, gefälligt zu gebären und die Kindchen dann auch noch drei Jahre lang zuhause zu erziehen, kann man sagen: "Aber, wenn du die Schwangerschaft nicht abbrichst, dann begehst du keine Straftat"; "Und wenn du es dem Staat und den Unternehmen in Fragen der Kinderbetreuung einfach machst, für die Kindererziehung auch noch einfach mal drei Jahre vom Arbeitsmarkt wegbleibst, dich in der Zeit für ihn unbrauchbar machst, damit eventuelle Karriereträume killst, weil du unbedingt Kinder haben wolltest, dann geben wir dir 150 € pro Monat!"
Mensch, jetzt hab ich mich aber für einen Moment vergessen. Aber mal ehrlich, die Herdprämie wird zurecht als rückständig kritisiert, es werden hier nämlich staatliche Gelder in ein Modell aus der Vergangenheit investiert anstatt für Frauen Möglichkeiten zu schaffen, Karriere und Familiengründungspläne besser zu vereinbaren. Manche Jobs erfordern keine großen Fachkenntnisse und können nach ein Paar Jahren Kinderbetreuung sicher wieder aufgenommen werden, aber eine gut ausgebildete Fachkraft könnte es sich nicht leisten, sich zu lange nur mit Babybrei aufzuhalten und zu viele Seminare und Softwareneuerungen und Konferenzen und Produktschulungen (und Rechtschreibreformen) zu verpassen. Jaja... die frigiden Akademikerinnen in Deutschland kriegen sowieso alle zu wenig Kinder und dann will man sie auch noch auf eine so kontraproduktive Weise mit der Herdprämie beleidigen. Ich kotze ab. Vor ironischem Lachen.
Es ist doch so: Glückliche Eltern sind bessere Eltern als unglückliche. Und ich denke, dass viele Frauen glücklich sind, wenn sie eine gute Ausbildung genießen können und einem Beruf nachgehen können, der ihre Talente fördert. Aber viele Frauen haben Angst davor, dass ihnen diese Möglichkeit genommen wird, wenn sie es wagen sollten, ein Kind zu kriegen. Dass sie in ihrem Berufsleben dann nie richtige Ziele erreichen, weil sie für ihr Baby vielleicht keine Betreuung finden und zuerst in der Herdprämienhölle dahindümpeln und dann aufgrund verpasster Zusatzqualifikationen nur noch einen - sorry für den Ausdruck - Scheißjob haben. Um ihnen diese Angst zu nehmen (und mehr von ihnen dazu zu bewegen, sich nun der - komischerweise vom Staat so begehrten - Nachwuchsproduktion zu widmen), ist es doch gerade förderlich, ihnen aufzuzeigen, dass man sich familienpolitisch in eine Richtung bewegt, die ihnen im Falle einer Geburt den Karrieretod erspart. Ja, damit meine ich zum Beispiel die begrüßenswerte Forderung der Grünen und der Linken, mehr Kinderkrippenplätze zu schaffen. mehr Möglichkeiten, Karriere und Familienplanung zu verbinden, mehr Möglichkeiten, Eltern glücklicher zu machen. Da ist es doch geradezu absurd, sich mit dem Konzept der Herdprämie in die Gegenrichtung zu bewegen. Kurz gesagt: Wenn die frigiden Akademikerinnen jetzt noch weniger Lust auf gebären haben, ist die Angela aber selber schuld.
Und von der ganzen Biedermeier-Nostalgie der konservativen Parteien mal abgesehen: Was ist denn mit frühkindlicher Sozialisation? Ok, es gibt sicher sicher auch andere Mütter auf dem Spielplatz und deren Kinder sind dann die Sandkastenbuddys, aber was ist eigentlich mit faulen Müttern, die ein bisschen Extrageld abgreifen wollen und ihre Kinder vor dem Fernseher parken? (Jetzt ist nicht die Zeit für political correctnes, wir wissen alle, dass es solche gibt). Und was ist mit Müttern, die nicht sehr gut Deutsch sprechen? (Zugegeben, den Deutschunterricht, den kann auch der Fernseher übernehmen.), Aber trotzdem: Wäre eine frühkindliche Sozialisation in einem anderen Umfeld als dem Häuslichen in beiden Fällen nicht sogar ganz gut? Und außerdem: Warum immer gleich den kommunistischen, religiös-traditionell-geprägte-Familienmodelle-zerstörenden Dämon in einer Kinderkrippe sehen? Warum nicht die Möglichkeit der Sozialisation darin sehen? Oder kriegen die Mütter ihre Babys wirklich soooo selten zu sehen?
Egal, wie auch immer, ich kann diese Fragen nicht beantworten. Ich wollte vielmehr gegen ein rückständiges Konzept lamentieren. Heute mal ohne aufwendige Metaphernkonzepte oder viele Sprachbilder oder sonstige Schnörkel. Ich muss sagen, ich fühle ich mich von der Herdprämie doch persönlich beleidigt, auch wenn sie mich wahrscheinlich nicht betreffen wird. Und ironischerweise sind genau solche Konzepte, wie die Herdprämie (die ja das Kinderkriegen attraktiver machen sollte) ein weiterer Grund dafür, dass sie mich wahrscheinlich nicht betreffen wird.
Und ironischerweise wird dieses Konzept auch noch von einer frigiden*, kinderlosen Akademikerin abgesegnet. Man, die Welt ist heute glatt so ironisch, ich kotze ab.
*ich weiß natürlich nichts über die Libido der Bundeskanzlerin (und will auch nichts darüber wissen), es hat hier nur ganz gut in das sprachliche Bild gepasst und ich hab den Ausdruck aus stillistischen Gründen verwendet.
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Mittwoch, 25. April 2012
Sonntag, 11. Dezember 2011
The Muse is a Whore ... and The Cake is a Lie
Ich entschuldige mich dafür, wie verbittert dieser Post hier klingen mag. Mein konstant hoher Frustrationspegel der letzten Wochen will und will nicht sinken... und ich habe keine Eiscreme... und keinen Scotch.
Und noch eine Warnung im Vorfeld: Wer mit Gender-Themen oder Ähnlichem nichts anfangen kann, kann jetzt aufhören zu lesen.
Und jetzt, wo die Warnung ausgesprochen wurde, zum eigentlichen Thema:
Künstler sind egozentrische Wesen. Sie mögen ja das reine Bedürfnis haben, eine Geschichte zu erzählen, Schönheit zu erschaffen, oder sogar ein Spiegel oder eine moralische Instanz der Gesellschaft zu sein, aber jeder Künstler will unter anderem auch gesehen und bewundert werden, auch wenn nicht jeder es sofort zugeben würde. Jeder Künstler will scheinen. Und hier kommt die Muse ins Spiel. Dadurch, dass die Muse dem Künstler dazu verhilft, zu scheinen, hofft auch sie, ein wenig von seinem Glanz abzubekommen - und bleibt doch meistens umso tiefer in seinem Schatten verborgen und kriegt auch nicht wirklich ein Stück von dem erhofften Erfolgskuchen ab. Jahrhundertelang war der prototypische Künstler ein Mann, was auch bedeutete, dass seine Muse in der Regel seine Lebenspartnerin war (wenn er das Glück hatte, ein heterosexueller Mann zu sein, wenn nicht...), diese Person erledigte dann alle wichtigen Musenaufgaben, wie Modell stehen, die Buchhaltung führen, Briefe schreiben, ihm Spiegeleier braten und mit ihm schlafen. Jelena Dmitrijewna Djakonowa hat sicherlich einige Aufmerksamkeit bekommen, doch so spontan kann doch keiner eine andere berühmte Muse der Geschichte nennen, oder? (ich übrigens auch nicht)
Und selbst wenn, einige von ihnen doch erwähnt werden, so sind sogar ihre Darstellungen aus heutiger Sicht erniedrigend (naja, aber die Darstellungen sind andererseits auch in den Kontext ihrer Zeit eingebunden, daher lohnt es sich nicht, sich über sie aufzuregen).
Jedenfalls, die Muse: Die Muse ist ein Konzept, wie es weiblicher* nicht sein könnte. Die Muse ist kein selbstständig agierendes Wesen - wenn auch kein vollständig passives - sondern eins, dass nur durch die Manipulation des männlichen Parts, des Künstlers, agieren kann. Genau dasselbe Handlungsprinzip wurde dem weiblichen Geschlecht in einer patriarchalischen Gesellschaft jahrhundertelang zugeschrieben. Hmm.... Ich frage mich, ob sich dieses Denkmuster bis heute gewandelt hat.
Die Muse ist und bleibt also eine Universalhure im Schatten des Künstlers. Nun haben die Zeiten sich geändert und auch weibliche Künstler dürfen mit Aussicht auf Erfolg die Pinsel und den Taktstock schwingen und hoffentlich im Glanz des Ruhms erstrahlen. Das bedeutet wiederrum, dass jetzt die Rollen getauscht werden dürfen, und wenn ein Mann mit einer Künstlerin zusammen ist, er durchaus ihre Muse sein darf. (Abwegiges Konzept? Wie ein Mann in einem Kleid? - Oh ja, ganz recht.)
Was würde aber passieren, wenn zwei Künstler ein Paar wären? Würden sie dann automatisch in Konkurrenz zueinander stehen? Würde der Erfolg des Einen, dem Anderen das Gefühl geben, sich beweisen zu müssen? Wenn der Mann erfolgreicher ist, würde das die Frau mit der Angst füllen, bloß zur Muse zu werden? Ist die Frau erfolgreicher als der Mann, würde er sich dann weniger männlich fühlen? Sollten Künstler zusammen sein? Oder würden sie dabei zu sehr um die Wette zu scheinen versuchen und dabei ihre Liebe zueinander vergessen? Würden dabei jedes Mal die Beatles auseinander fallen oder unglaublich aufwendige Porno-Comics entstehen?
Ich zweifle an, dass zwei Künstler überhaupt eine ebenbürtige Beziehung haben können, WENN dabei beide Künstler wirklich Künstler sein wollen, ansonsten würde doch immer einer zur Muse degradiert werden. Ich wünsche mir, dass ich Unrecht hab.
Und außerdem hab ich doch, wie man weiß, keine Ahnung von Liebe. Vielleicht ist Muse sein ja doch ganz nett.
*und mit "weiblich" mein ich "sexistisch"
Und noch eine Warnung im Vorfeld: Wer mit Gender-Themen oder Ähnlichem nichts anfangen kann, kann jetzt aufhören zu lesen.
Und jetzt, wo die Warnung ausgesprochen wurde, zum eigentlichen Thema:
Künstler sind egozentrische Wesen. Sie mögen ja das reine Bedürfnis haben, eine Geschichte zu erzählen, Schönheit zu erschaffen, oder sogar ein Spiegel oder eine moralische Instanz der Gesellschaft zu sein, aber jeder Künstler will unter anderem auch gesehen und bewundert werden, auch wenn nicht jeder es sofort zugeben würde. Jeder Künstler will scheinen. Und hier kommt die Muse ins Spiel. Dadurch, dass die Muse dem Künstler dazu verhilft, zu scheinen, hofft auch sie, ein wenig von seinem Glanz abzubekommen - und bleibt doch meistens umso tiefer in seinem Schatten verborgen und kriegt auch nicht wirklich ein Stück von dem erhofften Erfolgskuchen ab. Jahrhundertelang war der prototypische Künstler ein Mann, was auch bedeutete, dass seine Muse in der Regel seine Lebenspartnerin war (wenn er das Glück hatte, ein heterosexueller Mann zu sein, wenn nicht...), diese Person erledigte dann alle wichtigen Musenaufgaben, wie Modell stehen, die Buchhaltung führen, Briefe schreiben, ihm Spiegeleier braten und mit ihm schlafen. Jelena Dmitrijewna Djakonowa hat sicherlich einige Aufmerksamkeit bekommen, doch so spontan kann doch keiner eine andere berühmte Muse der Geschichte nennen, oder? (ich übrigens auch nicht)
Und selbst wenn, einige von ihnen doch erwähnt werden, so sind sogar ihre Darstellungen aus heutiger Sicht erniedrigend (naja, aber die Darstellungen sind andererseits auch in den Kontext ihrer Zeit eingebunden, daher lohnt es sich nicht, sich über sie aufzuregen).
Jedenfalls, die Muse: Die Muse ist ein Konzept, wie es weiblicher* nicht sein könnte. Die Muse ist kein selbstständig agierendes Wesen - wenn auch kein vollständig passives - sondern eins, dass nur durch die Manipulation des männlichen Parts, des Künstlers, agieren kann. Genau dasselbe Handlungsprinzip wurde dem weiblichen Geschlecht in einer patriarchalischen Gesellschaft jahrhundertelang zugeschrieben. Hmm.... Ich frage mich, ob sich dieses Denkmuster bis heute gewandelt hat.
Die Muse ist und bleibt also eine Universalhure im Schatten des Künstlers. Nun haben die Zeiten sich geändert und auch weibliche Künstler dürfen mit Aussicht auf Erfolg die Pinsel und den Taktstock schwingen und hoffentlich im Glanz des Ruhms erstrahlen. Das bedeutet wiederrum, dass jetzt die Rollen getauscht werden dürfen, und wenn ein Mann mit einer Künstlerin zusammen ist, er durchaus ihre Muse sein darf. (Abwegiges Konzept? Wie ein Mann in einem Kleid? - Oh ja, ganz recht.)
Was würde aber passieren, wenn zwei Künstler ein Paar wären? Würden sie dann automatisch in Konkurrenz zueinander stehen? Würde der Erfolg des Einen, dem Anderen das Gefühl geben, sich beweisen zu müssen? Wenn der Mann erfolgreicher ist, würde das die Frau mit der Angst füllen, bloß zur Muse zu werden? Ist die Frau erfolgreicher als der Mann, würde er sich dann weniger männlich fühlen? Sollten Künstler zusammen sein? Oder würden sie dabei zu sehr um die Wette zu scheinen versuchen und dabei ihre Liebe zueinander vergessen? Würden dabei jedes Mal die Beatles auseinander fallen oder unglaublich aufwendige Porno-Comics entstehen?
Ich zweifle an, dass zwei Künstler überhaupt eine ebenbürtige Beziehung haben können, WENN dabei beide Künstler wirklich Künstler sein wollen, ansonsten würde doch immer einer zur Muse degradiert werden. Ich wünsche mir, dass ich Unrecht hab.
Und außerdem hab ich doch, wie man weiß, keine Ahnung von Liebe. Vielleicht ist Muse sein ja doch ganz nett.
*und mit "weiblich" mein ich "sexistisch"
Samstag, 15. Oktober 2011
Slutwalk in meiner Stadt
Ich bin den Schlampenmarsch gelaufen. Zwar waren für nackte Haut in Leipzig in Oktober nicht die passenden Temperaturen, aber dafür habe ich meiner Unterstützung mit selbstgestalteten Plakaten Nachdruck verliehen:
Vielen Dank an Susanne für ihre enthusiastische Unterstützung und ihren Einsatz als Plakatpartnerin.
P.S: Die Presse mochte meine Werke übrigens auch.
26.10.11 c.a. 03:00 Uhr
Schlampe! Fotze! Hure! - Nachtrag zum Slutwalk
Viele Menschen verstehen nicht, was es mit den Schlampenmarsch auf sich hat. Viele Frauen fühlen sich beleidigt durch die Prämisse, dass alle Frauen Schlampen sind. Sie befürchten, dass das weibliche Geschlecht durch die Übersexualisierung seiner selbst noch weniger von den Männern ernst genommen wird. Und hardcore Feministinnen der zweiten Welle haben vermutlich schon ganz platte Nasen vor lauter "Facepalms". Egal, ich stehe der dritten Welle des Feminismus und in gewisser Weise auch dem sexpositiven Feminismus positiv gegenüber. Und ich stehe zu dem Slutwalk. Und hier der Grund, warum:
Alle Frauen sind Schlampen. Keine Frau ist eine Schlampe. "Schlampe" ist für mich ein Wort ohne Inhalt und Relevanz. Denn "Schlampe" ist kein objektiv definierter Begriff, das Wort "Schlampe" ist vielmehr ein Instrument, und zwar - fucking ja - ein urpatriarchalisches Instrument der Unterdrückung. Von Frauen. Durch die Unterdrückung ihrer Sexualität.
Um jemanden als Schlampe zu bezeichnen gibt es keine festgelegten Kriterien, dieses Wort wird nicht in Zusammenhang mit bestimmten Umständen zum Verhalten einer Frau verwendet, sondern vielmehr im Zusammenhang mit Umständen, die jeder für sich selbst definiert, sie sind von persönlichen Geschmack abhängig, und das kann eigentlich alles sein:
"Mir gefällt es nicht, dass eine Frau viele Sexualpartner hat" Übersetzung: "Von einer gesunden weiblichen Libido fühle ich mich bedroht, denn ich kann diese nicht - und die Frau somit ein Stück weniger - kontrollieren." - "Schlampe!"
"Mir gefällt es nicht, dass eine Frau mit jemandem Schluss gemacht hat und einen neuen Freund hat" Übersetzung: "Wie kann sie nur..? Wie kann sie es wagen, einen Mann unglücklich zu machen, als Frau, (die sind es doch, die immer leiden sollen, aber ein Mann... OMG!" - Schlampe!
"Diese bunten kurzen und auffälligen Klamotten sehen nuttig aus" Übersetzung(en): "Sie traut sich, aufzufallen. Und das gefällt Leuten auch noch. Warum beachtet man mich nicht so sehr"/"Ich mag ganz einfach ihre Klamotten nicht." - Schlampe!
"Sie hat zwei Typen gleichzeitig." Übersetzung: "Sie lebt nicht in der von mir bevorzugten Beziehungsform" - Schlampe!
"Sie ist halt ne Schlampe!" Übersetzung: "Wie kann sie es wagen, sich nicht meinen Konventionen anzupassen!"
Abhängig von der Definition kann man jede, wirklich jede Frau als Schlampe bezeichnen. Dieses Wort ist lediglich eine Tarnung, und zwar eine ziemlich heuchlerische noch dazu, für die eigene Intoleranz eines bestimmten Lebensstils. Und rührt diese Intoleranz eben aus dem klassischen patriarchalischen Gesellschaftsmodell, das unter anderem den Bestandteil der Kontrolle des weiblichen Geschlechts hat. Und das weibliche Geschlecht kontrolliert man am besten indem man seine Sexualität kontrolliert (Beschneidung sag ich da nur). Daher gibt es die Heilige-Hure-Dualität. Die guten, kontrollierbaren Frauen (bzw. die gänzlich ohne Sexualität wie Mutti) sind die Madonnen und die anderen sind eben "Schlampen!". Und die, ja die haben es nicht besser verdient, als vergewaltigt zu werden, wenn sie nicht brav sind.
Ich will dieses Modell auflösen. Ich will dieses Wort kaputtficken. Ich will, dass es jegliche Bedeutung verliert, dass es verschwindet, oder, dass es meinetwegen als Worthülse bleibt, dafür aber keine moralische Keule mehr mit sich schwingt. Ich will, dass es dieses Konzept nicht mehr gibt, und als Mittel bin ich gern bereit, Worte umzudefinieren. Und wenn der Umdefinierungsprozess provozierende Maßnahmen und den In-Your-Face-Effekt von provozierender Kleidung erfordert, dann bin ich bereit, auch diese Mittel einzusetzen.
Frauen, ihr seid nicht gut oder schlecht aufgrund eurer Sexualität, eurer Attraktivität, eurer Kleidung oder eures Liebeslebens. Ihr seid gut oder schlecht, wenn ihr anderen schadet oder nützt.
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| Her lips say NO... |
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| ...but her eyes say NO |
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| Ihrs |
| Pink ist Trendfarbe |
| Love sex, hate rape... and love music too! |
| Tapfere Miniröcke |
| It's okay to be gay too... |
| ...even Madonna is gay sometimes! |
| Die coolen pinken Trommler |
| Genau, Diskriminierung ist eh nicht angesagt |
| Und "Nein" heißt "Nein" |
| Umfunktionierte Möbelkartons, nun im Besitz von Susanne |
P.S: Die Presse mochte meine Werke übrigens auch.
26.10.11 c.a. 03:00 Uhr
Schlampe! Fotze! Hure! - Nachtrag zum Slutwalk
Viele Menschen verstehen nicht, was es mit den Schlampenmarsch auf sich hat. Viele Frauen fühlen sich beleidigt durch die Prämisse, dass alle Frauen Schlampen sind. Sie befürchten, dass das weibliche Geschlecht durch die Übersexualisierung seiner selbst noch weniger von den Männern ernst genommen wird. Und hardcore Feministinnen der zweiten Welle haben vermutlich schon ganz platte Nasen vor lauter "Facepalms". Egal, ich stehe der dritten Welle des Feminismus und in gewisser Weise auch dem sexpositiven Feminismus positiv gegenüber. Und ich stehe zu dem Slutwalk. Und hier der Grund, warum:
Alle Frauen sind Schlampen. Keine Frau ist eine Schlampe. "Schlampe" ist für mich ein Wort ohne Inhalt und Relevanz. Denn "Schlampe" ist kein objektiv definierter Begriff, das Wort "Schlampe" ist vielmehr ein Instrument, und zwar - fucking ja - ein urpatriarchalisches Instrument der Unterdrückung. Von Frauen. Durch die Unterdrückung ihrer Sexualität.
Um jemanden als Schlampe zu bezeichnen gibt es keine festgelegten Kriterien, dieses Wort wird nicht in Zusammenhang mit bestimmten Umständen zum Verhalten einer Frau verwendet, sondern vielmehr im Zusammenhang mit Umständen, die jeder für sich selbst definiert, sie sind von persönlichen Geschmack abhängig, und das kann eigentlich alles sein:
"Mir gefällt es nicht, dass eine Frau viele Sexualpartner hat" Übersetzung: "Von einer gesunden weiblichen Libido fühle ich mich bedroht, denn ich kann diese nicht - und die Frau somit ein Stück weniger - kontrollieren." - "Schlampe!"
"Mir gefällt es nicht, dass eine Frau mit jemandem Schluss gemacht hat und einen neuen Freund hat" Übersetzung: "Wie kann sie nur..? Wie kann sie es wagen, einen Mann unglücklich zu machen, als Frau, (die sind es doch, die immer leiden sollen, aber ein Mann... OMG!" - Schlampe!
"Diese bunten kurzen und auffälligen Klamotten sehen nuttig aus" Übersetzung(en): "Sie traut sich, aufzufallen. Und das gefällt Leuten auch noch. Warum beachtet man mich nicht so sehr"/"Ich mag ganz einfach ihre Klamotten nicht." - Schlampe!
"Sie hat zwei Typen gleichzeitig." Übersetzung: "Sie lebt nicht in der von mir bevorzugten Beziehungsform" - Schlampe!
"Sie ist halt ne Schlampe!" Übersetzung: "Wie kann sie es wagen, sich nicht meinen Konventionen anzupassen!"
Abhängig von der Definition kann man jede, wirklich jede Frau als Schlampe bezeichnen. Dieses Wort ist lediglich eine Tarnung, und zwar eine ziemlich heuchlerische noch dazu, für die eigene Intoleranz eines bestimmten Lebensstils. Und rührt diese Intoleranz eben aus dem klassischen patriarchalischen Gesellschaftsmodell, das unter anderem den Bestandteil der Kontrolle des weiblichen Geschlechts hat. Und das weibliche Geschlecht kontrolliert man am besten indem man seine Sexualität kontrolliert (Beschneidung sag ich da nur). Daher gibt es die Heilige-Hure-Dualität. Die guten, kontrollierbaren Frauen (bzw. die gänzlich ohne Sexualität wie Mutti) sind die Madonnen und die anderen sind eben "Schlampen!". Und die, ja die haben es nicht besser verdient, als vergewaltigt zu werden, wenn sie nicht brav sind.
Ich will dieses Modell auflösen. Ich will dieses Wort kaputtficken. Ich will, dass es jegliche Bedeutung verliert, dass es verschwindet, oder, dass es meinetwegen als Worthülse bleibt, dafür aber keine moralische Keule mehr mit sich schwingt. Ich will, dass es dieses Konzept nicht mehr gibt, und als Mittel bin ich gern bereit, Worte umzudefinieren. Und wenn der Umdefinierungsprozess provozierende Maßnahmen und den In-Your-Face-Effekt von provozierender Kleidung erfordert, dann bin ich bereit, auch diese Mittel einzusetzen.
Frauen, ihr seid nicht gut oder schlecht aufgrund eurer Sexualität, eurer Attraktivität, eurer Kleidung oder eures Liebeslebens. Ihr seid gut oder schlecht, wenn ihr anderen schadet oder nützt.
Sonntag, 9. Oktober 2011
Aliens (Kein Post über Kosmos)
Anmerkung im Vorfeld: Ich bin kein Sexist, ich hasse Männer nicht und halte sie nicht für das schlechtere Geschlecht. Kein Geschlecht ist dem anderen überlegen, und beide Geschlechter können mit Sicherheit eine nicht ganz ernst gemeinte und etwas persiflierte Kritik einiger ihrer Vertreter ganz gut verkraften. ^^
Ich bin nicht die jüngste Person. Zwar bin ich auch noch nicht alt, aber durchaus in einem Alter, in dem Menschen nach echten zwischenmenschlichen Beziehungen suchen, zumindest manche von ihnen. Meine Freunde zum Beispiel scheinen ganz glücklich zu sein mit ihren Pärchenabenden und ihren gemeinsam verbrachten Wochenenden. Und ich freue mich für sie. Doch wirklich. Aus mir spricht kein Neid, ich möchte keine Pärchenwochenenden, keine Spaziergänge und neidisch bin ich auch nicht, auf die, die das haben. Viel eher spüre ich seit einiger Zeit eine gewisse absurde Faszination davon, wie wenig mir das andere Geschlecht tatsächlich gefällt. Und, nein, eine solche Aussage impliziert nicht den Wunsch, gleich das Ufer zu wechseln. Wobei das im Moment auch keinen Unterschied machen würde, denn ich fühle mich allen Menschen - Frauen wie Männern gleichermaßen - seltsam entfremdet, wie ein Alien in einem Menschenkostüm. Und durch die Augenschlitze meiner Menschen-Gummimaske sehe ich sie, die Frauen und Männer und besonders die Letzteren schaffen es immer wieder auf vielfältige Weise, mich zu enttäuschen. Schubladendenken ist eine Sünde, aber: Egal, ich versuche trotzdem mal die vielfältigen Exemplare aus den vielen enttäuschenden Männerbegegnungen zu kategorisieren, Es handelt sich ja eher um kategorisierte Persönlichkeitsmerkmale, nicht um kategorisierte konkrete Menschen:
Typ 1: Das innere aber eigentlich auch äußere Kind
Ich dachte ja, dass sich die Lücke in der Entwicklung von Mädchen und Jungen irgendwann kurz nach dem zwanzigsten - spätestens einunszwanzigsten - Geburtstag schließen wird. Ich lag falsch. Dieser Typ interessiert sich um ein vielfaches mehr für selbstgebastelte Böller, seinen WoW Account, Mangas/Comics und vielleicht auch für das Bemalen von Warhammer-Figuren als für menschlichen Kontakt. Mir scheint, dass diese Form von Eskapismus als Fluchtmechanismus aus Angst vor Frauen recht verbreitet beim männlichen Geschlecht ist. Wenn sich schon eine ganze Sitcom, namens "The Big Bang Theory", damit auseinander setzt, muss es eine beliebte Methode zur Flucht vor der eigenen Feigheit sein. Metafeigheit sozusagen.
Typ 2: Der Langweiler
Das wichtigste Merkmal hier ist: Man hat permanent das Gefühl, dass alles, was er sagt, nicht gesagt werden muss, weil es so offensichtlich ist, oder bereits bekannt, oder überflüssig. Er ist nett, keine Frage, so nett wie ein Schluck warmen Wassers oder ein hellblaues Hemd. Man bekommt ihn genau so, wie man ihn einschätzt, nicht mehr, und - wenn man nicht zu viel erwartet - auch nicht weniger. Er ist keine Herausforderung, man wächst nicht an ihm, oder lernt von ihm etwas Neues. Gut für die Frau, die das nicht will. Er ist der Durchschnittstyp in einer beliebigen Disko.
Typ 3: Der Widerling
Dieser Typ stalkt einen wochen- oder monatelang über soziale Netzwerke oder Communities, und man weiß schon im Voraus, dass man ihn im richtigen - ich meine so richtig analogem - Leben nie ansprechen würde, und auch nicht mit ihm reden würde, wenn er einen anspricht. Er sucht nach Sex, und dabei tarnt er sich mit seinen "Lust auf einen Kaffee?" und "Naja, ich suche auch nach Freundschaft" nicht einmal besonders geschickt (oder er definiert den Begriff "Freunde" irgendwie ganz verquer), jedenfalls sucht er nicht nach echtem menschlichen Kontakt, mehr nach einer Unterleibszweckgemeinschaft. Leider sucht er so eifrig, dass er dabei verzweifelt wirkt, was natürlich nicht besonders mysteriös, cool und sexy rüberkommt. Ein Teufelskreis...
Typ 4: Der Unflexible
Er bietet schon mehr als seine Kollegen, unter anderem sogar interessante Gespräche und Nährboden für gegenseitiges Verständnis. Und mag er auch noch so hip und jung sein und vielleicht sogar selbstgedrehte Zigaretten aus aromafreien Tabak rauchen und Chucks tragen, irgendetwas in seinen Ansichten unterscheidet ihn trotzdem nicht wirklich von seinem Herrn Vater aus der neobürgerlichen Kleinstadt aus der er in die große weite Welt entkommen ist. Entkommen ist er vor allem körperlich, geistig steckt zumindest ein Teil von ihm noch in der Provinz fest, und dieser Teil ist es auch, der sich über Vegetarier und Feminismus lustig macht, über Aktionismus und generell das bisschen "Hippiescheiße" in einem und vielleicht irgendwann ja doch einen SUV haben wollen und CDU wählen wird.
Typ 5: Der gute Sohn
Er ist eigentlich total okay. Er ist sogar ziemlich cool. Er ist toll. Er ist so toll, dass er einen Haken haben muss. Der Haken ist: Er ist ein erwachsener Mann, der jedes oder fast jedes Wochenende seine Mutter besuchen fährt bzw. seine Eltern. Ja, Junge, du hast Glück, dass deine Eltern für dich wie deine Freunde sind, aber welche Frau will schon ständig mit der Mutter des Freundes rumhängen? Du bist erwachsen, du bist finanziell schon (fast) selbstständig, wäre schön, wenn du auch irgendwann psychisch selbstständig wirst.
Typ 6: Der sterbende Schwan
Ah, mein Lieblingstyp! Er könnte eigentlich alles haben. Sein Leben ist geregelt, seine Berufschancen erfolgversprechend, er ist schlau, nicht unattraktiv, hat vielfältige Interessen und auch Freunde. Er ist eigentlich kein Freak, aber er verbaut sich sein Privatleben mit großer Leidenschaft selbst. Man denkt sich immer: "Was zur Hölle ist eigentlich dein Problem?", und er weiß es nicht. Er kann nicht glücklich sein und, selbst wenn die Sonne scheint und eine Frau ihn anlächelt, macht er für sein Leben gern ein sorgenvolles und bedrücktes Gesicht. Selbst im Kreis seiner Freunde ist er einsam, selbst in den Armen einer Geliebten verliert er nie die Kontrolle und selbst sich gegenüber kann er nicht eingestehen, dass der Ursprung seiner persönlichen Probleme so gut wie immer in seinem Kopf liegt und er schon längst glücklich und verheiratet sein könnte, wenn er wollen würde.
Ich mag ihn. Natürlich beißt man sich an ihm die Zähne aus, und natürlich kann man lange drauf warten, dass er einsieht, dass er an sich arbeiten muss, aber zumindest ist er komplex. Komplexe Menschen sind immer besser.
Das ist mein Dossier aus den verschiedensten Begegnungen mit dem anderen Geschlecht während der letzten Wochen/Monate. Natürlich bin ich viel zu streng und könnte wahrscheinlich auch längst verheiratet sein und so weiter... und natürlich ist es auch unfair, alle möglichen Männer so zu kategorisieren, vor allem auch solche, die überhaupt nichts von mir wollen. Aber, nein, ich scanne nicht gleich jedes Exemplar des anderen Geschlechts nach Beziehungstauglichkeit ab, das wäre irgendwie jämmerlich. Was ich tue ist: Ich vergleiche die Realität mit der Wunschvorstellung. Und die Realität lässt sich bisher am besten mit dem Wort "FAIL" beschreiben. Nein, im Moment möchte ich definitiv mit niemandem davon einen Spaziergang teilen. Ich frage mich sowieso langsam, ob die Auswahl nicht gar nur aus verschiedenen Kombinationen der oben genannten Typen besteht. Das würde bedeuten, dass ich für immer als Alien leben muss, unter Menschen, die mir wiederum wie Aliens vorkommen.
Ich bin nicht die jüngste Person. Zwar bin ich auch noch nicht alt, aber durchaus in einem Alter, in dem Menschen nach echten zwischenmenschlichen Beziehungen suchen, zumindest manche von ihnen. Meine Freunde zum Beispiel scheinen ganz glücklich zu sein mit ihren Pärchenabenden und ihren gemeinsam verbrachten Wochenenden. Und ich freue mich für sie. Doch wirklich. Aus mir spricht kein Neid, ich möchte keine Pärchenwochenenden, keine Spaziergänge und neidisch bin ich auch nicht, auf die, die das haben. Viel eher spüre ich seit einiger Zeit eine gewisse absurde Faszination davon, wie wenig mir das andere Geschlecht tatsächlich gefällt. Und, nein, eine solche Aussage impliziert nicht den Wunsch, gleich das Ufer zu wechseln. Wobei das im Moment auch keinen Unterschied machen würde, denn ich fühle mich allen Menschen - Frauen wie Männern gleichermaßen - seltsam entfremdet, wie ein Alien in einem Menschenkostüm. Und durch die Augenschlitze meiner Menschen-Gummimaske sehe ich sie, die Frauen und Männer und besonders die Letzteren schaffen es immer wieder auf vielfältige Weise, mich zu enttäuschen. Schubladendenken ist eine Sünde, aber: Egal, ich versuche trotzdem mal die vielfältigen Exemplare aus den vielen enttäuschenden Männerbegegnungen zu kategorisieren, Es handelt sich ja eher um kategorisierte Persönlichkeitsmerkmale, nicht um kategorisierte konkrete Menschen:
Typ 1: Das innere aber eigentlich auch äußere Kind
Ich dachte ja, dass sich die Lücke in der Entwicklung von Mädchen und Jungen irgendwann kurz nach dem zwanzigsten - spätestens einunszwanzigsten - Geburtstag schließen wird. Ich lag falsch. Dieser Typ interessiert sich um ein vielfaches mehr für selbstgebastelte Böller, seinen WoW Account, Mangas/Comics und vielleicht auch für das Bemalen von Warhammer-Figuren als für menschlichen Kontakt. Mir scheint, dass diese Form von Eskapismus als Fluchtmechanismus aus Angst vor Frauen recht verbreitet beim männlichen Geschlecht ist. Wenn sich schon eine ganze Sitcom, namens "The Big Bang Theory", damit auseinander setzt, muss es eine beliebte Methode zur Flucht vor der eigenen Feigheit sein. Metafeigheit sozusagen.
Typ 2: Der Langweiler
Das wichtigste Merkmal hier ist: Man hat permanent das Gefühl, dass alles, was er sagt, nicht gesagt werden muss, weil es so offensichtlich ist, oder bereits bekannt, oder überflüssig. Er ist nett, keine Frage, so nett wie ein Schluck warmen Wassers oder ein hellblaues Hemd. Man bekommt ihn genau so, wie man ihn einschätzt, nicht mehr, und - wenn man nicht zu viel erwartet - auch nicht weniger. Er ist keine Herausforderung, man wächst nicht an ihm, oder lernt von ihm etwas Neues. Gut für die Frau, die das nicht will. Er ist der Durchschnittstyp in einer beliebigen Disko.
Typ 3: Der Widerling
Dieser Typ stalkt einen wochen- oder monatelang über soziale Netzwerke oder Communities, und man weiß schon im Voraus, dass man ihn im richtigen - ich meine so richtig analogem - Leben nie ansprechen würde, und auch nicht mit ihm reden würde, wenn er einen anspricht. Er sucht nach Sex, und dabei tarnt er sich mit seinen "Lust auf einen Kaffee?" und "Naja, ich suche auch nach Freundschaft" nicht einmal besonders geschickt (oder er definiert den Begriff "Freunde" irgendwie ganz verquer), jedenfalls sucht er nicht nach echtem menschlichen Kontakt, mehr nach einer Unterleibszweckgemeinschaft. Leider sucht er so eifrig, dass er dabei verzweifelt wirkt, was natürlich nicht besonders mysteriös, cool und sexy rüberkommt. Ein Teufelskreis...
Typ 4: Der Unflexible
Er bietet schon mehr als seine Kollegen, unter anderem sogar interessante Gespräche und Nährboden für gegenseitiges Verständnis. Und mag er auch noch so hip und jung sein und vielleicht sogar selbstgedrehte Zigaretten aus aromafreien Tabak rauchen und Chucks tragen, irgendetwas in seinen Ansichten unterscheidet ihn trotzdem nicht wirklich von seinem Herrn Vater aus der neobürgerlichen Kleinstadt aus der er in die große weite Welt entkommen ist. Entkommen ist er vor allem körperlich, geistig steckt zumindest ein Teil von ihm noch in der Provinz fest, und dieser Teil ist es auch, der sich über Vegetarier und Feminismus lustig macht, über Aktionismus und generell das bisschen "Hippiescheiße" in einem und vielleicht irgendwann ja doch einen SUV haben wollen und CDU wählen wird.
Typ 5: Der gute Sohn
Er ist eigentlich total okay. Er ist sogar ziemlich cool. Er ist toll. Er ist so toll, dass er einen Haken haben muss. Der Haken ist: Er ist ein erwachsener Mann, der jedes oder fast jedes Wochenende seine Mutter besuchen fährt bzw. seine Eltern. Ja, Junge, du hast Glück, dass deine Eltern für dich wie deine Freunde sind, aber welche Frau will schon ständig mit der Mutter des Freundes rumhängen? Du bist erwachsen, du bist finanziell schon (fast) selbstständig, wäre schön, wenn du auch irgendwann psychisch selbstständig wirst.
Typ 6: Der sterbende Schwan
Ah, mein Lieblingstyp! Er könnte eigentlich alles haben. Sein Leben ist geregelt, seine Berufschancen erfolgversprechend, er ist schlau, nicht unattraktiv, hat vielfältige Interessen und auch Freunde. Er ist eigentlich kein Freak, aber er verbaut sich sein Privatleben mit großer Leidenschaft selbst. Man denkt sich immer: "Was zur Hölle ist eigentlich dein Problem?", und er weiß es nicht. Er kann nicht glücklich sein und, selbst wenn die Sonne scheint und eine Frau ihn anlächelt, macht er für sein Leben gern ein sorgenvolles und bedrücktes Gesicht. Selbst im Kreis seiner Freunde ist er einsam, selbst in den Armen einer Geliebten verliert er nie die Kontrolle und selbst sich gegenüber kann er nicht eingestehen, dass der Ursprung seiner persönlichen Probleme so gut wie immer in seinem Kopf liegt und er schon längst glücklich und verheiratet sein könnte, wenn er wollen würde.
Ich mag ihn. Natürlich beißt man sich an ihm die Zähne aus, und natürlich kann man lange drauf warten, dass er einsieht, dass er an sich arbeiten muss, aber zumindest ist er komplex. Komplexe Menschen sind immer besser.
Das ist mein Dossier aus den verschiedensten Begegnungen mit dem anderen Geschlecht während der letzten Wochen/Monate. Natürlich bin ich viel zu streng und könnte wahrscheinlich auch längst verheiratet sein und so weiter... und natürlich ist es auch unfair, alle möglichen Männer so zu kategorisieren, vor allem auch solche, die überhaupt nichts von mir wollen. Aber, nein, ich scanne nicht gleich jedes Exemplar des anderen Geschlechts nach Beziehungstauglichkeit ab, das wäre irgendwie jämmerlich. Was ich tue ist: Ich vergleiche die Realität mit der Wunschvorstellung. Und die Realität lässt sich bisher am besten mit dem Wort "FAIL" beschreiben. Nein, im Moment möchte ich definitiv mit niemandem davon einen Spaziergang teilen. Ich frage mich sowieso langsam, ob die Auswahl nicht gar nur aus verschiedenen Kombinationen der oben genannten Typen besteht. Das würde bedeuten, dass ich für immer als Alien leben muss, unter Menschen, die mir wiederum wie Aliens vorkommen.
Sonntag, 26. Juni 2011
Because some people don't have maps
http://www.youtube.com/watch?v=UkBmhM0R2A0&feature=related
"I personally feel that evolution should be taught in schools, because, you know, I think, kids should have the possibility to hear both sides. Because kids clearly have the ability to decide by themselves what's right and what's wrong. You know, just like me, when I was younger and decided to say "yes" to my dad's friend Cletus, when he wanted to touch me down there. And everybody was fine about that, because I decided, it's ok. So it should be with evolution, kids should just decide by themselves, whether it's right or wrong.
Because there are so many opinions and theories on so many different subjects and religions, that all ask the same questions, such as: "How did the universe evolve?" and "What was before life was created by the Big Bang?" and "What do those people do, who just don't have maps?" But everybody has a different opinion, like scientists, who personally like to come to schools and teach us their opinions, about what they think is true. You know, because science is part of the western culture... I personally was never taught in school, but when I was homeschooled in creatinitism by my mama, she always taught me, not to trust scientist too much, cause you know, science means atheism and that means communism, like in South Africa and the Iraq and everywhere like such as. And in those places people don't even have maps!
Maybe we should just leave it up to the government., cause you know, so many cultures have their different believes and scientists have their different theories, so I personally feel, that it would be great to at least introduce them, because any learning posibility is good. Except for sexual education... oh my God! You know, it's just against the biblical values, like: Duh..! don't the kids know, that sexual intercourse is a sin and you have to abort and kill a baby after that. I mean the only exception is like uncle Cletus, and your agent if he really really promisses you a photoshooting for the Vogue.
I absollutely think, that we should explore all philosophies, and so will I. For example I have an appointment for an alternative movie shootung tomorrow, I think, it has some nude scenes in it, but I think: "Hey, as long, as it's tastefull, why not...!" I feel, that it's gonna be so much fun tomorrow, and I hope to meet a lot of new wonderfull people there. I haven't been to that place yet, but it's somewhere in San Fernando Valley in California. Fortunately, I have a map ;-)"
Sorry for the coherence, I just wanted to be a little bit like a miss for a day.
And: yes, I'm a cynical, snappish person today. But that's just because I'm in pain right now (my brain hurts after watching the video).
"I personally feel that evolution should be taught in schools, because, you know, I think, kids should have the possibility to hear both sides. Because kids clearly have the ability to decide by themselves what's right and what's wrong. You know, just like me, when I was younger and decided to say "yes" to my dad's friend Cletus, when he wanted to touch me down there. And everybody was fine about that, because I decided, it's ok. So it should be with evolution, kids should just decide by themselves, whether it's right or wrong.
Because there are so many opinions and theories on so many different subjects and religions, that all ask the same questions, such as: "How did the universe evolve?" and "What was before life was created by the Big Bang?" and "What do those people do, who just don't have maps?" But everybody has a different opinion, like scientists, who personally like to come to schools and teach us their opinions, about what they think is true. You know, because science is part of the western culture... I personally was never taught in school, but when I was homeschooled in creatinitism by my mama, she always taught me, not to trust scientist too much, cause you know, science means atheism and that means communism, like in South Africa and the Iraq and everywhere like such as. And in those places people don't even have maps!
Maybe we should just leave it up to the government., cause you know, so many cultures have their different believes and scientists have their different theories, so I personally feel, that it would be great to at least introduce them, because any learning posibility is good. Except for sexual education... oh my God! You know, it's just against the biblical values, like: Duh..! don't the kids know, that sexual intercourse is a sin and you have to abort and kill a baby after that. I mean the only exception is like uncle Cletus, and your agent if he really really promisses you a photoshooting for the Vogue.
I absollutely think, that we should explore all philosophies, and so will I. For example I have an appointment for an alternative movie shootung tomorrow, I think, it has some nude scenes in it, but I think: "Hey, as long, as it's tastefull, why not...!" I feel, that it's gonna be so much fun tomorrow, and I hope to meet a lot of new wonderfull people there. I haven't been to that place yet, but it's somewhere in San Fernando Valley in California. Fortunately, I have a map ;-)"
Sorry for the coherence, I just wanted to be a little bit like a miss for a day.
And: yes, I'm a cynical, snappish person today. But that's just because I'm in pain right now (my brain hurts after watching the video).
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