So, meine Bachelorarbeit ist abgegeben, die Prüfungen sind bald vorbei. Meine Zeit an der Uni ist bald (vorerst?) zuende und ich dachte, dass ich hier daher endlich mal etwas Sinnvolles und Kreatives tun würde und ein neues Werk posten würde. Naja, nachdem ich endlich mit einem sinnlosen Schriftstück fertig bin, dass eh nur von 0,5 Menschen gelesen werden wird. Doch anstatt meine aufrichtigen Gedanken und Gefühle offen mit einem neuen Bild zu zeigen, muss ich mich in diesem Post doch nur wieder hinter aggressivem, polemischem Geschreibsel verstecken. Und zwar wegen der Uni. Was soll ich sagen, die Uni bringt mich dazu, hier wieder als ein wütender und verbitterter Mensch aufzutreten. Fick die Uni, wie man so schön sagt.
Nicht nur, dass die Uniabteilung an der ich studiere, voller Baldrentner mit verstaubten didaktischen Methoden und überholten Informationen ist. Nicht nur, dass ich die vernünftigen Menschen unter den Lehrkräften, die ich tatsächlich auch für Menschen und nicht für Aliens halte, an einer Hand abzählen kann. Nein: Alte, Katzenoma-Dozentinnen, die die Studenten als "Kinderchen" bezeichnen; Midlife-Crisis-Motorrad-Professoren, die stolz sind, Studenten durchfallen zu lassen; peinliche Schweißfleck-Eunuchen, die Studentenpärchen nach ihren Beziehungen fragen - das sind halt noch alles Dinge zwischen Realsatire und Ärgernis. Darüber lästert man bestenfalls im Aufzug und regt sich schlimmstenfalls rauchend auf. Und was wäre ein Studium ohne solche mehr oder weniger harmlose "Schrulligkeiten"? Dann hätte es doch keine Würze... (Oder meine Toleranz gegenüber diesen ganzen Intellektuellen-Parodien hat sich zu einem leichten Masochismus entwickelt...)
Wie auch immer, ich will sagen, dass die vielen vielen unangenehmen Gestalten und Vorfälle an meiner Uniabteilung noch harmlos sind im Vergleich zu dem Grad der Bösartigkeit, die ich dieses Semester erlebt hab. Ich spreche hier von einem ganz besonderen Exemplar einer Lehrkraft. Der Einfachheit halber nennen wir dieses Alien, dass sich die Haut eines kleinen dicken alten Mannes übergezogen hat, Prof. Waldefried Hetz.
Prof. Hetz leitet in seinem letzten Jahr vor der Rente ein Seminar, in dem er zwar mit uns, den Studenten, (zum Thema Europa) arbeiten soll. Dabei nutzt er aber gern ein Drittel bis eine Hälfte der Unterrichtszeit dazu, vor den jungen und vermeintlich leicht beeinflussbaren Studenten Hasspredigten zu halten. Ich dramatisiere über? Keinesfalls. Um die Bösartigkeit von Prof. Hetz zu verdeutlichen, dürfte es genügen, seine Aussagen aus diversen Seminaren zu zitieren (zu denen ich leider gegengen bin, anstatt einfach zu schlafen).
Prof. Hetz hat eher eine konservative Sicht der Dinge. Vor allem glaubt er nicht an die Natürlichkeit oder auch nur die gleichberechtigte Stellung von Homosexualität gegenüber Heterosexualität. Indirektes Zitat:
"...wir mussten früher in der Schule unbedingt ein bis zwei Gedichte rezitieren. Mein Sohn dagegen muss das nicht. Dafür hat er Sexualkundeunterricht. Er ist gerade zwölf Jahre alt und ist dafür schon gefragt worden, ob er homosexuelle Erfahrungen gemacht hat. Ihm wird also erzählt, dass das etwas Natürliches ist, das müssen Sie sich mal vorstellen... Ich habe in der Schule protestiert, doch das gehört jetzt zum Lehrplan, haben sie gesagt... Wenn Sie sich über das antike Griechenland belesen, dann werden Sie feststellen, dass genau diese Denkweise zum Untergang dieser Kultur geführt hat. Und das wird früher oder auch später zum Untergang der europäischen Zivilisation führen."
Prof. Hetz scheint aber nicht nur an die Überlegenheit von heterosexuellen Menschen zu glauben, und mit Unwissen über die Aufspaltung und den Untergang des antiken Griechenlands zu glänzen. Sondern scheint er auch von der Überlegenheit einiger indoeuropäischer Ethnien (vorzugsweise derjenigen mit der helleren Haut) gegenüber anderen überzeugt zu sein. Indirekte Zitate:
"...Die Basken und die Georgier sind einigen Theorien zufolge verwandte Volksgruppen. Sie sind eher den Arabern näher als den Europäern."
"...ja, der baskische Terror ist eine ganz furchtbare Sache. Das habe ich selbst miterlebt. Was soll ich sagen, diese Neigung zum Terrorismus ist..." direktes Zitat: "...keine europäische Mentalität."
Ich frage mich auf welche raffinierte Weise Prof. Hetz es eigentlich zur Habilitation gebracht hat, ohne jemals von der RAF oder IRA gehört zu haben. Er scheint bei sich zuhause wohl auch kein Radio, Fernsehen oder Internet zu empfangen, denn anderweitig kann ich es mir nicht erklären, wie er noch nie von Anders Breivik oder Beate Zschäpe gehört oder ein Bild von diesen Menschen gesehen hat. Aber davon mal abgesehen, Prof. Hetz ist halt einfach ein großer Fan von Europa. Indirektes Zitat:
"Das Konzept Europäische Union ist meiner Meinung nach der Höhepunkt menschlicher Kultur und Zivilisation."
Ja... Prof. Hetz ist wirklich ein großer Fan von Europa und auch der EU, die Art Fan, die neben einem sein T-Shirt auszieht und seinen verschwitzten Körper, in dem Versuch eine Moshpit zu starten, immer wieder gegen einen schmeißt, und einen dabei auch noch mit Bier übergießt. Doch sogar was sein geliebtes Europa angeht ist er wählerisch. So gibt es in EU-Ländern, seiner Meinung nach, noch einige minderwertige Bevölkerungsgruppen. Indirektes Zitat:
"Ich hatte immer Angst, nach Rumänien zu verreisen. Doch nun war ich da und es war doch ganz gut. Wissen Sie ein Kollege hat mir erzählt, dass ihm in kürzester Zeit ein ganzes Auto auseinander genommen wurde." direktes Zitat: "Gut, aber das sind Zigeuner. Das ist ja eine andere Rasse..."
...und muss ich es an dieser Stelle noch weitere Beispiele für den unglaublichen Bullshit dieses Mannes bringen? Ja, das letzte ist wirklich ein direktes Zitat. Reicht dieser Eindruck von Prof. Hetz nun, um zu verstehen, warum ich überzeugt bin, dass seine Bösartigkeit nicht ansatzweise von den anderen Gestalten der genannten Uniabteilung übertroffen werden kann? Er ist eine ganz andere Liga von Alien. Mein Hass auf ihn fühlt sich auch fast schon an wie ein Parasit, der in meinen Innereien wühlt und irgendwann durch meinen Brustkorb nach Außen herausbrechen wird. ***Achtung, Bierkutscher-Wortschatz!*** Prof. Hetz ist einfach der schlimmste bigotte, heuchlerische, selbstverliebte, arrogante, homophobe, rassistische, schleimerische, egozentrische, hetzerische, xenophobe kleine psychisch gestörte Wichser, dem ich jemals begegnet bin. Und ich warte nur auf den Tag, an dem ich ihm zufällig auf der Straße begegne, um ihm das alles ins Gesicht sagen zu können.
Montag, 16. Juli 2012
Samstag, 9. Juni 2012
Schmeiß die Zyniker aus dem Fenster
Ich lebe in einer Stadt, die sich selbst auf eine fast so ätzende Weise für hip hält wie Berlin. Im Grunde ist Leipzig quasi Berlin in klein - mit all seinen Hundehaufen, Graffiti und DDR-Gebäuden und voll von Leuten mit - sagen wir mal überdurchschnittlicher Intelligenz - die sich für hippe Zyniker halten.
Und an alle solchen Individuen, die übrigens wieder im weltweiten Vergleich eine wirklich sehr priviligierte Position einnehmen (ihr wisst schon: weiß, meistens männlich, Bürger eines wirtschaftlich vergleichsweise starken europäischen Landes, Mitglieder der "bildungsnahen Schichten", deren beide Eltern noch friedlich in einer grünen Kleinstadt leben und ihnen bei Gelegenheit Hackbraten servieren) soll sich mein Text richten.
Zunächst ein Paar Worte zum Zynismus selbst. Zynismus ist eine Lebenshaltung, die aus der antiken griechischen philosophischen Schule des Kynismus entstanden ist. Die Philosophie der Kyniker strebte danach, den Menschen von materiellen Bedürfnissen zu befreien und sein Leben möglichst in einem Naturzustand ohne Ansprüche zu leben, sehr ähnlich der Philosophie der Stoá also. Der prominenteste Vertreter der Kyniker ist Diogenes von Sinope, der Philosoph aus der Tonne. Er hat den Kynismus begründet, da er durch seine Lebensweise als Bettler oft als Hund (Kyon) bezeichnet wurde. Vereinfach gesagt kritisierte Diogenes die Vorherrschaft der Kultur über die Natur. Und erklärte die natürlichen Triebe des Menschen als priviligiert gegenüber den Errungenschaften der Kultur (die im europäischen Raum traditionell einen höheren Stellenwert hat als Natur). Ausgehend aus diesen Prämissen, ist es verständlich, wie der heutige Begriff Zynismus sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Aus der Negation der Kultur (die ja der einzige Träger von moralischen Lehren und Werten sein kann) wird eine Negation von moralischen und kulturellen Werten selbt. Wie der Zyniker der Kultur ihren Wert aberkennt, so betrachtet er auch die moralischen Werte dieser Kultur als nichtig.
So, und wenn man etwas als nichtig erachtet, ist die beste und effektivste Art das zu zeigen, es zu verspotten. An dieser Stelle vermischt sich dann der Zynismus mit dem Sarkasmus und kommt in eine Grauzone, in der es schwer wird, diese Konzepte zu unterscheiden. Und an dieser Stelle wird es auch für den Laien schwer, den echten Zyniker von einem gewöhnlichen, spottenden Arschloch zu unterscheiden. Besonders dann, wenn das Arschloch sich auch noch selbst als Zyniker bezeichnet.
Es ist fast wie mit dem Wort Theorie. Im wissenschaftlichen Diskurs ist es ein völlig anderer Begriff als aus dem Mund der Laien. Während "Theorie" in den Naturwissenschaften ein Realitätsmodell ist, das auf objektiv bewiesenen Tatsachen aufbaut und die derzeit beste Erklärung eines Naturphänomens liefert, ist sie in der Alltagssprache mit "Hypothese" gleichzusetzen. (Was einige Evolutionstheorie-verneinende Idioten dazu bringt, zu argumentieren, dass die Evolution ja auch nur eine Theorie im Sinne von Hypothese sei, aber das ist ein anderes Thema...).
Der selbsternannte hippe Zyniker schmückt sich in den allermeisten Fällen mit zu großen Worten und ist auch nichts weiter als ein miesepetriger kleiner Pessimist. Er spottet am liebsten über etwas, woran andere glauben und worin sie einen Wert sehen, je nach dem was gerade im Trend ist (Musikrichtungen, Kunst, Literatur, Filme, Umweltschutzverhandlungen, Studentenproteste, Proteste gegen Atomkraft oder Internetzensur...) hält sich womöglich sogar für intellektuell, weil er keinen Fernseher hat und auf jeden Fall - ja auf jeden Fall - macht er es sich lieber in seinem Flohmarkt-Sessel in seiner Leipziger Altbauwohnung bequem, als an irgendeiner Art von Aktionismus teilzunehmen. Der selbsternannte Zyniker glaubt an nichts. Und er glaub auch nicht, dass irgendetwas das Nichts ändern kann. Selbst Marxisten sind da etwas optimistischer - sie mögen auch nicht an irgendwelchen Aktionismus glauben, solange ein kapitalistisches System besteht - aber sie liefern mit dem Sozialismus wenigstens einen Alternativvorschlag, während der selbsternannte Zyniker weiter in seinem Sessel sitzt und Club Mate trinkt.
Der selbsternannte Zyniker ist stolz auf seinen Zynismus und sucht immer wieder Wege, sich selbst in all seiner Herrlichkeit darzustellen, wie ein Pfau - ein rabenschwarzer Pfau. Was der selbsternannte Zyniker allerdings nicht merkt, ist dass er nur ein gewöhnlicher gerupfter und getretener Pfau ist - ein enttäuschter Idealist, ein erschöpfter Poet, ein genervter Künstler, und dass diejenigen, gegen die er spottet - die wahren Zyniker sind.
Echter Zynismus würde auch den selbsternannten Zyniker zum Weinen bringen. Denn während dieser gerade deshalb spottet, weil er noch genug Moralempfinden besitzt, um etwas als richtig oder falsch zu bewerten (und das Falsche zu verspotten), stehen echte Zyniker ganz und gar jenseits von Moral. Echte Zyniker sind Amoralisten, die längst nicht mehr ein Leben im Naturzustand anstreben, sondern nach dem größtmöglichen Vorteil für sich selbst. In Form von Macht, Geld oder Prominenz.
Beispiele gefällig?
RTL zum Beispiel ist eine Ansammlung von widerlichen Amoralisten, die Menschen von unterdurchschnittlicher Intelligenz oder solche, die am Rande zur geistigen Behinderung stehen, mit Knebelverträgen dazu zwingt, sich vor der Kamera in diversen Dokusoaps und Talkshows zu erniedrigen. Grundgesetz Artikel 1, Abastz 1? Ach nöööö...
Der Präsident meines Heimatlandes ist ein zynischer Hund, dem nichts - nicht einmal die russische Verfassung - heilig ist, der Journalisten umbringen lässt, die Verfassung ändern lässt um an der Macht zu bleiben, und die Menschen in Russland und im Westen schamlos belügt. Und wo wir schon dabei sind, dann vergessen wir auch Mahmud Ahmadinedschad und Kim Jong-un nicht.
Und natürlich dürfen hier die römisch-katholische und die russich-orthodoxe Kirche nicht fehlen (ich hab hier mal die zwei schlimmsten herausgegriffen). Die römisch-katholische, die - so reich wie sie ist - anscheinend arme Menschen - besonders die in Afrika - hasst und am besten durch AIDS ausradiert sehen möchte (oder warum wettert der Papst so gegen Kondome?). Und die russsich-orthodoxe Kirche, die - nicht weniger wohlhabend, da komplett von der russischen Regierung aufgekauft - sich am besten ein Portrait von Wladimir Putin statt eines Kreuzes um den Hals hängen sollte und es währenddessen trotzdem weiterhin wagt, als moralische Instanz aufzutreten.
Und wer möchte, noch ein fiktives Beispiel: Der Comedian aus dem Watchmen-Comic bzw. -Film ist das perfekte Beispiel eines echten amoralischen Zynikers. Ja, selbsternannte Zyniker, ich möchte mal sehen, wie ihr eine schwangere Frau erschießt und einen Vietnamesen lebendig anzündet, bevor ihr das Z-Wort auch nur in den Mund nehmt, um euch selbst damit zu "schmücken".
Ich hoffe, es ist jetzt etwas klarer, woher meine Abneigung gegenüber selbsternannten Zynikern kommt. Ich weiß, dass wir alle, wir, die Kreativen und die Denkenden alle leichter zu verletzen sind, dass wir alle spotten müssen, um uns selbst zu schützen (ich spotte auch, wie man weiß, und ich habe nie etwas anderes behauptet). Doch an dem Punkt, wenn diese Rolle plötzlich zu unserer Persönlichkeit wird, haben wir den Sinn unseres Denkens, unseres Moralempfindens irgendwie verfehlt. Verbitterung ist nicht cool. Und die verbittert-Masche ist für halbwegs intelligente Menschen leicht zu durchschauen. Und ich persönlich kann diese Rolle überhaupt nicht verstehen. Mir fällt es schwer, mich von Frustration und Verbitterung loszulösen und nicht vorzeitig zu einer selbsternannt zynischen, alten Frau zu werden. Wie kann es dann sein, dass jemand diese Rolle freiwillig annimmt?
Daher möchte ich sagen: Der hippe selbsternannte Zyniker kann so viel aus seinem Flohmarkt-Sessel über die Welt schimpfen, wie er will, er wird mir seine persönliche Schwäche, aus der heraus er seine Frustration nicht überwinden kann, niemals als cool verkaufen können. Nein, er wird in mir viel eher immer das Bedürfnis wecken, ihn mitsamt seinem Sessel aus dem Fenster zu schmeißen, am besten geradewegs in eine vorbeiziehende Studentendemo.
Und an alle solchen Individuen, die übrigens wieder im weltweiten Vergleich eine wirklich sehr priviligierte Position einnehmen (ihr wisst schon: weiß, meistens männlich, Bürger eines wirtschaftlich vergleichsweise starken europäischen Landes, Mitglieder der "bildungsnahen Schichten", deren beide Eltern noch friedlich in einer grünen Kleinstadt leben und ihnen bei Gelegenheit Hackbraten servieren) soll sich mein Text richten.
Zunächst ein Paar Worte zum Zynismus selbst. Zynismus ist eine Lebenshaltung, die aus der antiken griechischen philosophischen Schule des Kynismus entstanden ist. Die Philosophie der Kyniker strebte danach, den Menschen von materiellen Bedürfnissen zu befreien und sein Leben möglichst in einem Naturzustand ohne Ansprüche zu leben, sehr ähnlich der Philosophie der Stoá also. Der prominenteste Vertreter der Kyniker ist Diogenes von Sinope, der Philosoph aus der Tonne. Er hat den Kynismus begründet, da er durch seine Lebensweise als Bettler oft als Hund (Kyon) bezeichnet wurde. Vereinfach gesagt kritisierte Diogenes die Vorherrschaft der Kultur über die Natur. Und erklärte die natürlichen Triebe des Menschen als priviligiert gegenüber den Errungenschaften der Kultur (die im europäischen Raum traditionell einen höheren Stellenwert hat als Natur). Ausgehend aus diesen Prämissen, ist es verständlich, wie der heutige Begriff Zynismus sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Aus der Negation der Kultur (die ja der einzige Träger von moralischen Lehren und Werten sein kann) wird eine Negation von moralischen und kulturellen Werten selbt. Wie der Zyniker der Kultur ihren Wert aberkennt, so betrachtet er auch die moralischen Werte dieser Kultur als nichtig.
So, und wenn man etwas als nichtig erachtet, ist die beste und effektivste Art das zu zeigen, es zu verspotten. An dieser Stelle vermischt sich dann der Zynismus mit dem Sarkasmus und kommt in eine Grauzone, in der es schwer wird, diese Konzepte zu unterscheiden. Und an dieser Stelle wird es auch für den Laien schwer, den echten Zyniker von einem gewöhnlichen, spottenden Arschloch zu unterscheiden. Besonders dann, wenn das Arschloch sich auch noch selbst als Zyniker bezeichnet.
Es ist fast wie mit dem Wort Theorie. Im wissenschaftlichen Diskurs ist es ein völlig anderer Begriff als aus dem Mund der Laien. Während "Theorie" in den Naturwissenschaften ein Realitätsmodell ist, das auf objektiv bewiesenen Tatsachen aufbaut und die derzeit beste Erklärung eines Naturphänomens liefert, ist sie in der Alltagssprache mit "Hypothese" gleichzusetzen. (Was einige Evolutionstheorie-verneinende Idioten dazu bringt, zu argumentieren, dass die Evolution ja auch nur eine Theorie im Sinne von Hypothese sei, aber das ist ein anderes Thema...).
Der selbsternannte hippe Zyniker schmückt sich in den allermeisten Fällen mit zu großen Worten und ist auch nichts weiter als ein miesepetriger kleiner Pessimist. Er spottet am liebsten über etwas, woran andere glauben und worin sie einen Wert sehen, je nach dem was gerade im Trend ist (Musikrichtungen, Kunst, Literatur, Filme, Umweltschutzverhandlungen, Studentenproteste, Proteste gegen Atomkraft oder Internetzensur...) hält sich womöglich sogar für intellektuell, weil er keinen Fernseher hat und auf jeden Fall - ja auf jeden Fall - macht er es sich lieber in seinem Flohmarkt-Sessel in seiner Leipziger Altbauwohnung bequem, als an irgendeiner Art von Aktionismus teilzunehmen. Der selbsternannte Zyniker glaubt an nichts. Und er glaub auch nicht, dass irgendetwas das Nichts ändern kann. Selbst Marxisten sind da etwas optimistischer - sie mögen auch nicht an irgendwelchen Aktionismus glauben, solange ein kapitalistisches System besteht - aber sie liefern mit dem Sozialismus wenigstens einen Alternativvorschlag, während der selbsternannte Zyniker weiter in seinem Sessel sitzt und Club Mate trinkt.
Der selbsternannte Zyniker ist stolz auf seinen Zynismus und sucht immer wieder Wege, sich selbst in all seiner Herrlichkeit darzustellen, wie ein Pfau - ein rabenschwarzer Pfau. Was der selbsternannte Zyniker allerdings nicht merkt, ist dass er nur ein gewöhnlicher gerupfter und getretener Pfau ist - ein enttäuschter Idealist, ein erschöpfter Poet, ein genervter Künstler, und dass diejenigen, gegen die er spottet - die wahren Zyniker sind.
Echter Zynismus würde auch den selbsternannten Zyniker zum Weinen bringen. Denn während dieser gerade deshalb spottet, weil er noch genug Moralempfinden besitzt, um etwas als richtig oder falsch zu bewerten (und das Falsche zu verspotten), stehen echte Zyniker ganz und gar jenseits von Moral. Echte Zyniker sind Amoralisten, die längst nicht mehr ein Leben im Naturzustand anstreben, sondern nach dem größtmöglichen Vorteil für sich selbst. In Form von Macht, Geld oder Prominenz.
Beispiele gefällig?
RTL zum Beispiel ist eine Ansammlung von widerlichen Amoralisten, die Menschen von unterdurchschnittlicher Intelligenz oder solche, die am Rande zur geistigen Behinderung stehen, mit Knebelverträgen dazu zwingt, sich vor der Kamera in diversen Dokusoaps und Talkshows zu erniedrigen. Grundgesetz Artikel 1, Abastz 1? Ach nöööö...
Der Präsident meines Heimatlandes ist ein zynischer Hund, dem nichts - nicht einmal die russische Verfassung - heilig ist, der Journalisten umbringen lässt, die Verfassung ändern lässt um an der Macht zu bleiben, und die Menschen in Russland und im Westen schamlos belügt. Und wo wir schon dabei sind, dann vergessen wir auch Mahmud Ahmadinedschad und Kim Jong-un nicht.
Und natürlich dürfen hier die römisch-katholische und die russich-orthodoxe Kirche nicht fehlen (ich hab hier mal die zwei schlimmsten herausgegriffen). Die römisch-katholische, die - so reich wie sie ist - anscheinend arme Menschen - besonders die in Afrika - hasst und am besten durch AIDS ausradiert sehen möchte (oder warum wettert der Papst so gegen Kondome?). Und die russsich-orthodoxe Kirche, die - nicht weniger wohlhabend, da komplett von der russischen Regierung aufgekauft - sich am besten ein Portrait von Wladimir Putin statt eines Kreuzes um den Hals hängen sollte und es währenddessen trotzdem weiterhin wagt, als moralische Instanz aufzutreten.
Und wer möchte, noch ein fiktives Beispiel: Der Comedian aus dem Watchmen-Comic bzw. -Film ist das perfekte Beispiel eines echten amoralischen Zynikers. Ja, selbsternannte Zyniker, ich möchte mal sehen, wie ihr eine schwangere Frau erschießt und einen Vietnamesen lebendig anzündet, bevor ihr das Z-Wort auch nur in den Mund nehmt, um euch selbst damit zu "schmücken".
Ich hoffe, es ist jetzt etwas klarer, woher meine Abneigung gegenüber selbsternannten Zynikern kommt. Ich weiß, dass wir alle, wir, die Kreativen und die Denkenden alle leichter zu verletzen sind, dass wir alle spotten müssen, um uns selbst zu schützen (ich spotte auch, wie man weiß, und ich habe nie etwas anderes behauptet). Doch an dem Punkt, wenn diese Rolle plötzlich zu unserer Persönlichkeit wird, haben wir den Sinn unseres Denkens, unseres Moralempfindens irgendwie verfehlt. Verbitterung ist nicht cool. Und die verbittert-Masche ist für halbwegs intelligente Menschen leicht zu durchschauen. Und ich persönlich kann diese Rolle überhaupt nicht verstehen. Mir fällt es schwer, mich von Frustration und Verbitterung loszulösen und nicht vorzeitig zu einer selbsternannt zynischen, alten Frau zu werden. Wie kann es dann sein, dass jemand diese Rolle freiwillig annimmt?
Daher möchte ich sagen: Der hippe selbsternannte Zyniker kann so viel aus seinem Flohmarkt-Sessel über die Welt schimpfen, wie er will, er wird mir seine persönliche Schwäche, aus der heraus er seine Frustration nicht überwinden kann, niemals als cool verkaufen können. Nein, er wird in mir viel eher immer das Bedürfnis wecken, ihn mitsamt seinem Sessel aus dem Fenster zu schmeißen, am besten geradewegs in eine vorbeiziehende Studentendemo.
Freitag, 8. Juni 2012
Neues - Fidelity
Mittwoch, 30. Mai 2012
Altes - Phantasm
..................................................................................................................................................................
..........................................................der einzige Grund, warum ich mal wieder ein altes Bild hochlade, ist, dass ich mich vor der Bachelorarbeit drücken will. Ich finde im Moment auch die Fliegen, die zufällig in meiner Wohnung vorbeischnallen interessanter als das Unizeug...
Ich hatte im Jahr 2006 eine romantische Periode (stark beeinflusst von der Musik, die ich damals gehört hab, hauptsächlich von Samsas Traum(s) "Tineoidea" und "Utopia"). Ich sehne mich wieder nach einer Zeit zurück, in der meine Bilder wieder weniger bizarr sind. Ich hab große Lust, wieder was ästhetisches zu zeichnen.
Wie auch immer, ich bin sehr mit der technischen Umsetzung des Bildes zufrieden (zumindest für die damalige Zeit), allerdings ist das Charakterdesign noch sehr von meiner Manga-Zeit beeinflusst, was das Bild für mich irgendwo auch ruiniert (*Hipstermodus an* Manga ist einfach zu Mainstream *Hipstermodus aus*)
..........................................................der einzige Grund, warum ich mal wieder ein altes Bild hochlade, ist, dass ich mich vor der Bachelorarbeit drücken will. Ich finde im Moment auch die Fliegen, die zufällig in meiner Wohnung vorbeischnallen interessanter als das Unizeug...
| Phantasm |
Wie auch immer, ich bin sehr mit der technischen Umsetzung des Bildes zufrieden (zumindest für die damalige Zeit), allerdings ist das Charakterdesign noch sehr von meiner Manga-Zeit beeinflusst, was das Bild für mich irgendwo auch ruiniert (*Hipstermodus an* Manga ist einfach zu Mainstream *Hipstermodus aus*)
Montag, 28. Mai 2012
Warum eigentlich kosmischer Staub?
(Dieser Post ist eine Darstellung meiner persönlichen Glaubensposition im
Bezug auf Übernatürliches, ein Leben nach dem Tod, das Universum und den ganzen
Rest. Ich benutze den indikativen und nicht die konjunktiven Modus, weil ich
diese Welterklärung am plausibelsten finde. Sollte jemand eine andere Position
zu Übernatürlichem, einem Leben nach dem Tod oder Gott haben, dann solle er
bitte bedenken, dass ich nicht behaupte, absolute Wahrheiten auszusprechen,
sondern nur die Position, die die derzeit beste Erklärung der Realität bietet,
vertrete.)
Dieser Post mag vielleicht ein Jahr zu spät kommen, aber besser spät als
nie, nicht wahr?
Ich habe keine Ahnung, welche demographischen Gruppen sich mein kleines
Blog angucken, ich gehe aber davon aus, dass die meisten doch in einem
ähnlichen Alter und von einem ähnlichen Bildungsstand wie ich sein werden.
(Wohl weil ich die meisten meiner Leser persönlich kennen werde).
Und ich gehe einfach mal davon aus, dass der Glaube an die Urknalltheorie als
Entstehungsquelle des Universums in Deutschland recht weit verbreitet und
akzeptiert ist.
Achtung! Es folgt eine vereinfachte Darstellung von wissenschaftlichen
Tatsachen:
Jedenfalls: Die Erde besteht aus den im Periodensystem aufgeführten
chemischen Elementen. Beim Urknall, also dem Ursprung des Universums,
entstanden zunächst nur drei davon: Wasserstoff, Helium und Spuren von Lithium.
Alle anderen Elemente, deren Atomkerne schwerer als die von Wasserstoff sind,
mussten zunächst durch Kernfusionen von Atomkernen entstehen. Kernfusionen
finden in Sternen statt, was dafür sorgt, dass diese überhaupt Energie abgeben
können. Jeder Stern hat einen Lebenszyklus: Aus sich verdichtenden kosmischen
Gaswolken formt sich ein junger Stern. In dieser Lebensphase entstehen darin
leichte Elemente, dann wird er zu einem Riesenstern und es entstehen darin
immer schwerere Elemente entlang des Periodensystems bis hin zum Eisen. Nach
dem Kollaps des Sterns – in einer Supernova, wenn er genug Masse hat –
entstehen die Elemente, die schwerer als Eisen sind. Und nach einer Supernova
bleiben nur die bekannten Gas- und Staubwolken übrig, die die Elemente
enthalten, aus denen Kometen, Asteroiden, Planeten und neue Sterne entstehen können.
Und diese Sterne werden, wenn sie in einer Supernova explodieren, dann wiederum
alle Planeten um sich herum verschlingen und Wolken von kosmischem Staub hinterlassen.
Vereinfachte Darstellung von wissenschaftlichen Tatsachen - Ende.
Die Sonne wird in ca. 5 Milliarden Jahren ebenfalls kollabieren, so sagt
man. Doch bis dahin beziehen wir von ihr die Energie, die wir unbedingt als
eine der Grundvoraussetzungen für unsere Existenz brauchen. Auf einem Planeten,
der aus kosmischem Staub geformt wurde. Alle Elemente, alle Rohstoffe, alle
verarbeiteten Stoffe alle organischen Stoffe, alle Zellen von lebendigen
Organismen lassen sich auf kosmischen Staub von explodierten Sternen zurückführen: Unser Planet mit Flüssen und Bergen,
mit Müllkippen und Vulkanasche, die einst bloße Kernfusionen im Inneren von
Sternen waren, mit dem Machu Picchu, und den Pariser Katakomben, die einmal in dem
unvorstellbar kalten, sauerstoffleeren Raum irgendwo zwischen Kometen und
Asteroidenschauern vor sich hingeschwebt sind, mit Mahatma Gandhi und
Dschinghis Khan, den Beatles und dem Papst; mit Genen, die aus Materie bestehen
und Memen, die immaterielle Produkte von unseren materiellen Gehirnen sind. Unsere
"ichs" sind im Grunde nur Atome und chemische Reaktionen..?
Das ungefähre Alter des Universums ist 13,8 Milliarden Jahre, das Alter der
Erde ist c.a. 4 Milliarden Jahre, die ersten Sterne entstanden bereits eine
Milliarde Jahre nach dem Urknall und haben eine Lebenszeit von mehreren
Milliarden Jahren. Menschenähnliche Wesen dagegen (Gattung Homo) gibt es erst
seit ca. 2,5 Millionen Jahren, den Homo Sapiens, seit ca. 200.000 Jahren. Das
sind 0,00005 von 4 Milliarden = 0,005 % der Zeit, die die Erde existiert. Und
wir reden hier von der Existenz des modernen Menschen, noch nicht von der
Existenz irgendwelcher Menschenkulturen, denn deren erste Nachweise gehen etwa
40.000 Jahre zurück. Wir sehen also: Nicht nur die Dauer eines einzelnen menschlichen
Lebens, sondern auch die gesamte Menschheitsgeschichte, die es schon gegeben
hat, und die es noch geben wird, ist ein unbedeutender Funke von Leben auf
einem verlorenen Planeten neben einem kleinen Stern in einem Universum, dessen
Grenzen oder Ursprung unbekannt sind und vielleicht niemals eindeutig bekannt
sein werden, wo jeder einzelne von den unzähligen Sternen, die Gesamtheit
unserer Existenz mit Leichtigkeit überlebt bzw. überleben wird. Na wenn das
einen nicht mit Selbstbewusstsein füllt..?
Milliarden von Sternen sind um das tausendfache größer als die Sonne, und
sie sind alle ein Teil der Milchstraße, die wiederum nur eine von unzähligen
Galaxien in einem von [ich habe wirklich
keine Vorstellung von wie vielen] Galaxiehaufen ist. Nicht nur hat die
Dauer unseres Lebens keine Bedeutung, auch unsere Größe ist im richtigen
Verhältnis nicht nur nicht bedeutend, sondern quasi nicht existent. (Ich weiß,
dass das keine neuen und revolutionären Konzepte sind, trotzdem möchte ich
daran erinnern, da wir die relative Größe unserer Existenz oftmals vergessen)
Für uns ist unser Leben, das heißt die Lebensperiode unseres Gehirns, eine
ganze Ewigkeit, weil wir keine Existenz davor und darüber hinaus erfahren
können, doch aus der richtigen zeitlichen und räumlichen Perspektive betrachtet
sind wir nicht einmal eine vorübergehende, denkende und redende Anordnung von
kosmischem Staub. Wir sind kosmischer Staub. Man könnte behaupten, dass wir
rein biologisch gesehen zwar ein paar Mal wiedergeboren werden, denn wenn wir
sterben, entsteht aus den Atomen unserer toten Körper neue Biomasse die durch
metabolische Prozesse zum Bestandteil von Körpern von anderen Organismen wird.
Doch spätestens dann, wenn die Sonne unseren Planeten verschlingt und
explodiert oder anderweitig zerstört wird, kehren wir zu unserem Ursprungszustand
als kosmischer Staub zurück, und dann werden aus uns vielleicht neue Sterne
geformt. Und wenn uns niemand vermissen wird, was hat es dann für eine
Bedeutung, wenn wir verschwinden?
Das mag nihilistisch klingen, die Perspektive eines einzigen, zeitlich
begrenzten Lebens, die durch Wissenschaft immer weniger glaubwürdige Aussicht
auf ein Lebens nach dem Tod, die Einsamkeit im Universum ohne einen schützenden
und bewachenden Gott (weder theisitschen noch deistischen oder pantheistischen/panentheistischen),
doch das soll es keinesfalls, im Gegenteil: Ist es nicht fast ein Wunder, dass
sich aus diesem heißen Chaos, aus Milliarden von Partikeln nach Milliarden von
Jahren, eine denkende, fühlende und schöpfende Einheit zusammengefunden hat?
(Und nicht nur eine solche, sondern auch eine krabbelnde, kriechende,
schwimmende oder fliegende Einheit). Erscheint ein kurzes und begrenztes Leben,
nicht als eine viel wertvollere Gabe im Vergleich zu einer Aussicht auf eine
Ewigkeit nach der anderen und noch einer und noch einer hinterher mit nichts
anderem als sich selbst? Und ist das Konzept des ewigen Lebens und dieses ganze
Gott-Ding nicht sowieso bloß die größenwahnsinnig gewordene, aber im Grunde
ganz menschliche, Angst vor dem Tod? Das Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit
gibt dem Leben eine Bedeutung, es gibt ihm einen Zweck, es gibt ihm
Dringlichkeit. Und in uns sollte es die Ambition wecken, es wenigstens zu
leben, es heute und hier zu leben, bevor wir wieder in der ewigen und
ungewissen Nichtexistenz verschwinden.
Und mit diesem Bewusstsein wäre es eine Verschwendung meines Lebens, meine
Talente nicht zu nutzen, und mein Leben nicht auch dazu zu nutzen, mir
Projekte, aber auch hedonistische Dinge vorzunehmen, die bloße Existenz zu
reflektieren und in Kunst wiederzugeben. Und das Blog wiederum, das soll mich
mit seinem Bestehen und seinem Design daran erinnern, alles zu malen und zu
schreiben, was ich noch kann, bevor das ich, was ich bin, irgendwann zuerst in
diverse andere ichs und dann in kosmischen Staub zerfällt.
P.S.: Für alle, die es interessiert: hier ist ein interaktives Tool, das ein wenig die Proportionen des Universums erklärt. (Das Laden kann etwas länger dauern)
Montag, 7. Mai 2012
Altes - Unchain My Heart!!!
Ich lade immer wieder mal Bilder von 2006 (Individualist, Windows, Venus Trap, Succubus, Poetry, Heart Disposal, System Doll) hoch, und das ist eines der letzten, die noch übrig sind. Damals hatte ich doch eine vergleichsweise kreative Zeit...
I still upload pictures from 2006 (Individualist, Windows, Venus Trap, Succubus, Poetry, Heart Disposal, System Doll) but this is one of the last remaining. I've been very creative back then.
Nein, der Namensgeber hiervon ist nicht nicht Joe Cocker, sondern die norwegische Black Metal Band Gorgoroth. Auch wenn das Bild der Musik von Gorgoroth natürlich nicht gerecht wird. Dazu ist es zu sauber und es mangelt an Ziegenköpfen und Killernieten.
Ich wollte einfach eine neue Technik ausprobieren (Das Zeichnen mit Fasermalern)
...warum hör ich eigentlich nicht mehr so viel Black Metal wie früher?
No, the name giver for this work is not Joe Cocker but the norwegian Black Metal band Gorgoroth. Though it doesn't do justice to Gorgoroth's music. It's too clean for that and it lacks goatheads and 7 cm killer studs.
I just wanted to try out felt pens as a new drawing technique.
...why don't I actually listen to Black Metal as often as I used to anymore?
I still upload pictures from 2006 (Individualist, Windows, Venus Trap, Succubus, Poetry, Heart Disposal, System Doll) but this is one of the last remaining. I've been very creative back then.
| Unchain My Heart!!! |
Ich wollte einfach eine neue Technik ausprobieren (Das Zeichnen mit Fasermalern)
...warum hör ich eigentlich nicht mehr so viel Black Metal wie früher?
No, the name giver for this work is not Joe Cocker but the norwegian Black Metal band Gorgoroth. Though it doesn't do justice to Gorgoroth's music. It's too clean for that and it lacks goatheads and 7 cm killer studs.
I just wanted to try out felt pens as a new drawing technique.
...why don't I actually listen to Black Metal as often as I used to anymore?
Dienstag, 1. Mai 2012
Altes - System Doll
Zeit für ein neues altes Bild (eigentlich sollte es noch ein April-Eintrag werden, damit es nicht allzujämmerlich aussieht, dass ich in den ersten vier Monaten des Jahres so wenig gepostet hab.)
Aber egal, dann poste ich es halt jetzt.
Dieses Bild hatte einen langen Entstehungsprozess. Angefangen hab ich es bereits in 2006, als ich noch in Norddeutschland gewohnt hab. Beendet habe ich es dann erst 2010 und digitalisiert vor ein paar Minuten.
Ich weiß, da steht "System Puppet" und das ist ofensichtlich keine Marionette, sondern mehr eine Stoffpuppe, also eher "Doll" als "Puppet", aber irgendwie waren meine Kenntnisse der englischen Sprache vor sechs Jahren nicht so ausgefeilt wie heute.
Ich habe hier eher einen chaotischen und groben Stil verwendet, um einerseits die zornige Stimmung des Bildes zu unterstreichen, und um andererseits, das Zeichnen mit dem Kugelschreiber als legitime Technik in meinen Bildern zu etablieren. Ich liebe es, mit ganz normalen Kugelschreibern zu zeichnen (mehr als mit Finelinern zum Beispiel), aber diese Technik scheint in der Kunst doch eher ignoriert zu werden. (Zu preiswert?)
Wie auch immer, ich könnte mal wieder mit dem Kugelschreiber zeichnen. (In "Honking Antelope" habe ich ihn übrigens auch verwendet)
Noch eine Anmerkung zum Inhalt: Die Tatsache, dass auf dem Bauch der Puppe "you" steht, ist ein Bezug auf das Lied Figure Number Five von Soilwork, und zwar lässt sich "figure" bei Soilwork in der Bedeutung von "Stelle einer Zahl" übersetzen, die fünfte Stelle, also die unwichtigste, könnte man sagen. So wie diese Stelle keine große Bedeutung für die Zahl mehr hat, ist ein einzelner Mensch in einem Staat ebenfalls nicht von wirklicher Relevanz.
Aber egal, dann poste ich es halt jetzt.
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| System Doll |
Dieses Bild hatte einen langen Entstehungsprozess. Angefangen hab ich es bereits in 2006, als ich noch in Norddeutschland gewohnt hab. Beendet habe ich es dann erst 2010 und digitalisiert vor ein paar Minuten.
Ich weiß, da steht "System Puppet" und das ist ofensichtlich keine Marionette, sondern mehr eine Stoffpuppe, also eher "Doll" als "Puppet", aber irgendwie waren meine Kenntnisse der englischen Sprache vor sechs Jahren nicht so ausgefeilt wie heute.
Ich habe hier eher einen chaotischen und groben Stil verwendet, um einerseits die zornige Stimmung des Bildes zu unterstreichen, und um andererseits, das Zeichnen mit dem Kugelschreiber als legitime Technik in meinen Bildern zu etablieren. Ich liebe es, mit ganz normalen Kugelschreibern zu zeichnen (mehr als mit Finelinern zum Beispiel), aber diese Technik scheint in der Kunst doch eher ignoriert zu werden. (Zu preiswert?)
Wie auch immer, ich könnte mal wieder mit dem Kugelschreiber zeichnen. (In "Honking Antelope" habe ich ihn übrigens auch verwendet)
Noch eine Anmerkung zum Inhalt: Die Tatsache, dass auf dem Bauch der Puppe "you" steht, ist ein Bezug auf das Lied Figure Number Five von Soilwork, und zwar lässt sich "figure" bei Soilwork in der Bedeutung von "Stelle einer Zahl" übersetzen, die fünfte Stelle, also die unwichtigste, könnte man sagen. So wie diese Stelle keine große Bedeutung für die Zahl mehr hat, ist ein einzelner Mensch in einem Staat ebenfalls nicht von wirklicher Relevanz.
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