Samstag, 11. Februar 2012

11.02.2012

Ich habe seit Ewigkeiten nichts mehr gepostet, sorry, bald folgen wieder ein paar Werke.

In der Zwischenzeit demonstrieren Susanne und ich aber mit selbstgemalten Plakaten dagegen, dass diffuse und willkürliche Zensurentscheidungen im Internet alle unsere Freunde und uns daran hindern können, weiterhin Kätzchenvideos auf Youtube zu gucken.^^

Der Tag davor
Es freut mich auch immer wieder, dass die Presse auch dieses Werk von mir zu schätzen weiß.

P.S. Meme - Internetmeme eingeschlossen - sind übrigens Gedankeneinheiten und Verhaltensmuster, die sich innerhalb eines Kulturkreises verbreiten, indem sie von einzelnen Individuen übernommen/imitiert werden. Daher habe ich ein nicht durch Copyright geschütztes Internetmem benutzt, weil es genau die Idee der freien Verbreitung von Wissen und Ideen repräsentiert, die die ACTA-Kritiker durch ACTA gefährdet sehen.

P.S.S. Frierende, europäische Demonstranten, ich bin stolz auf euch!^^

Donnerstag, 19. Januar 2012

Die Verwandlung - zweiter Versuch

Ich habe die Tipps meines Kursleiters berücksichtigt und meinen Comic in der letzten Kursstunde etwas optimiert. Das Ergebnis sieht dann so aus:
Die Verwandlung - Anfang

Die Verwandlung - Ende
Ich werde mit SIcherheit noch mehr Comics zeichnen.^^

Mittwoch, 18. Januar 2012

Portraits von echten Menschen - 1

Da ich nicht weiß, ob ich mir ein zweites Studium (der Kunst) leisten kann und will, versuche ich mir selbst durch verschiedene Aufgabenstellungen verschiede Aspekte des Zeichnens beizubringen.

Um also vielfältige Gesichtszüge zeichnen zu lernen, habe ich einige meiner Freunde als Versuchskaninchen für Portraits benutzt.  - An dieser Stelle also ein fettes "Dankeschön!" an die Modelle - Die Richtlinien dabei waren:

 dass die Portraits alle mit Pastellkreide gezeichnet werden,

 dass alle Personen von der selben Seite zu sehen sind,

dass die Erstellung eines Portraits nicht länger als 20 Minuten in Anspruch nimmt.

Herausgekommen ist Folgendes:

Anne


Susanne
Jakobus

Anja und Alex
Und die Schlussfolgerung daraus? Alle haben sich wiedererkannt und keiner hat mich für die zeichnerische Verunstaltung seiner Person verhauen. Portraits zu zeichnen war bislang eine sehr lehrreiche Erfahrung, und ich hoffe, dass bald weitere Portraits folgen werden. Außerdem kann ich jetzt behaupten, dass ich Freunde hab :-P

Donnerstag, 12. Januar 2012

Neues - Die Verwandlung

Hier ist mein erster Comic. Er besteht nur aus zwei Seiten, ist zu 100% handgezeichnet, und wahrscheinlich deswegen so unglaublich ineffizient.  Ich habe damit den ersten Absatz aus Kafkas "Verwandlung" - dem Lieblingswerk aller Gothics und Germanisten - illustriert, wie man sieht.
Die Verwandlung - Anfang.

Die Verwandlung - Ende.


Das Werk ist quasi das Endergebnis meines Comiczeichenkurses. Es ging auch hauptsächlich darum, die ersten Regeln des Layout, der Panel-Arten und der Textverteilung zu begreifen.

Ich bin noch nicht so fit mit Bildbearbeitungssoftware. In Zukunft aber werde ich umso effizienter und schneller bei der Kolorierung vorgehen, je länger und bedeutender ein Comic sein wird.... So und nun geh ich erstmal Photoshop irgendwo runterladen.^^

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Weltuntergangsstimmung

In genau einem Jahr wird die Welt laut des berühmten Maya-Kalender übrigens mal wieder untergehen.

Es wäre schön, wenn diese Religion sich mal nicht so irren würde, wie das Christentum, das immerhin dieses Jahr ganze zwei Mal mit dem Weltuntergang daneben lag. Hehe... wer braucht schon Atommüll, Massentierhaltung, Überbevölkerung und Sybille Berg? Und außerdem geht die Welt doch eh jedes Jahr unter, besser gesagt - der Teil, in dem wir leben.

Die Industrienationen beheimaten laut des Happy Planet Index zwar die gesündesten, reichsten und wohlgenährtesten Menschen, aber diese leben nicht besonders glücklich oder ökologisch - sondern eher in großstädtischen Legebatterien und/oder sind sehr unentspannt von dem ganzen Workout auf der Hedonismus-Tretmühle. Die Menschen werden und werden nicht glücklich. Vieles hat sicherlich auch mit dem Licht zu tun: Der Dezember ist auf der Nordhalbkugel ein eher düsterer Monat, und wenn dann noch ständig die Welt untergeht ist ganz schön gruselig. Die Menschen können also nicht anders als völlig auszurasten. Und dann kommt, was kommen muss - Weihnachten und Silvester.

Fisternis: Zuerst stirbt die Sonne endgültig. Denn jeder guter Weltuntergang beginnt mit dem Tod der Sonne oder zumindest einer ordentlichen Sonnenfinsternis. Verzweifelt versuchen die Menschen, das Licht mit hässlichen Lichterketten-Rentieren am Leben zu erhalten, aber viel tun können sie nicht. Ist das Licht (= Gott) erst einmal abgemurkst, kommt der nächste Schritt.

Hysterie: Die Schafe Menschen geraten in Panik und rennen wild durcheinander, schubsen und beschimpfen sich, hassen sich und schauen sich gegenseitig misstrauisch an - bevorzugt auf Weihnachtsmärkten und in Einkaufszentern, um sich auf ihre nächste verzweifelte Handlung vorzubereiten.

Orgien: Es folgt der letzte Sinnesrausch - das Gieren, das Fressen und das Ficken. Und wenn das Geschenkpapier in die Altpapiertonne gestopft, die Gans verzehrt und das stille Nümmerchen geschoben wurde, haben sich die Menschen erst einmal beruhigt, resignieren und schauen ihrem Untergang gelassen entgegen. Vielleicht werden sie sogar noch einmal nachdenklich.

Reflexion: Eine denkende Minderheit von Menschen blickt nun zurück und fragt sich sogar, ob ihr Leben diesmal einen Sinn gehabt hatte. Einige Individuen wollen als schönere, schlankere und klügere Wesen wiedergeboren werden, zum Beispiel als Schmetterlinge, Geparden oder Elefanten. Ist das Sinnieren zuende, sind die Menschen optimal auf die Apokalypse vorbereitet.

Apokalypse: Der Weltuntergang kommt mit großem Knallen, Rauch und Feuer- und Schwefelregen. Die Menschen sammeln sich in kleinere oder größere Grüppchen, um Zeugen davon zu sein. Manche bekämpfen ihre Angst mit einem Rausch, andere mit Tee und andere versuchen, friedlich im Schlaf zu sterben. Am nächsten Morgen ist es jedenfalls still und leer.

Genesis: Die Menschheit hat sich aber verschätzt. Gott lebt noch und die Apokalypse war nur ein kleines Feuerwerk. Die Menschen werden allerdings wie erhofft durchaus wiedergeboren - die meisten von ihnen nur nicht als Schmetterlinge, sondern als Hornochsen.

Ich selbst versuche die preapokalyptische Hysterie und Ausschweifung weitgehend zu ignorieren, einen guten Weltuntergang lasse ich mir aber nicht entgehen, aber, ich glaube, auch der könnte irgendwann mal langweilig werden. Daher wären die Maya mit ihrem Weltuntergang mal eine willkommene Abwechslung. Vielleicht kann man Sybille Berg dann wirklich ein für alle Mal loswerden.

Sonntag, 11. Dezember 2011

The Muse is a Whore ... and The Cake is a Lie

Ich entschuldige mich dafür, wie verbittert dieser Post hier klingen mag. Mein konstant hoher Frustrationspegel der letzten Wochen will und will nicht sinken... und ich habe keine Eiscreme... und keinen Scotch.

Und noch eine Warnung im Vorfeld: Wer mit Gender-Themen oder Ähnlichem nichts anfangen kann, kann jetzt aufhören zu lesen.

Und jetzt, wo die Warnung ausgesprochen wurde, zum eigentlichen Thema:

Künstler sind egozentrische Wesen. Sie mögen ja das reine Bedürfnis haben, eine Geschichte zu erzählen, Schönheit zu erschaffen, oder sogar ein Spiegel oder eine moralische Instanz der Gesellschaft zu sein, aber jeder Künstler will unter anderem auch gesehen und bewundert werden, auch wenn nicht jeder es sofort zugeben würde. Jeder Künstler will scheinen. Und hier kommt die Muse ins Spiel. Dadurch, dass die Muse dem Künstler dazu verhilft, zu scheinen, hofft auch sie, ein wenig von seinem Glanz abzubekommen - und bleibt doch meistens umso tiefer in seinem Schatten verborgen und kriegt auch nicht wirklich ein Stück von dem erhofften Erfolgskuchen ab. Jahrhundertelang war der prototypische Künstler ein Mann, was auch bedeutete, dass seine Muse in der Regel seine Lebenspartnerin war (wenn er das Glück hatte, ein heterosexueller Mann zu sein, wenn nicht...), diese Person erledigte dann alle wichtigen Musenaufgaben, wie Modell stehen, die Buchhaltung führen, Briefe schreiben, ihm Spiegeleier braten und mit ihm schlafen. Jelena Dmitrijewna Djakonowa hat sicherlich einige Aufmerksamkeit bekommen, doch so spontan kann doch keiner eine andere berühmte Muse der Geschichte nennen, oder? (ich übrigens auch nicht)

Und selbst wenn, einige von ihnen doch erwähnt werden, so sind sogar ihre Darstellungen  aus heutiger Sicht erniedrigend (naja, aber die Darstellungen sind andererseits auch in den Kontext ihrer Zeit eingebunden, daher lohnt es sich nicht, sich über sie aufzuregen).

Jedenfalls, die Muse: Die Muse ist ein Konzept, wie es weiblicher* nicht sein könnte. Die Muse ist kein selbstständig agierendes Wesen - wenn auch kein vollständig passives - sondern eins, dass nur durch die Manipulation des männlichen Parts, des Künstlers, agieren kann. Genau dasselbe Handlungsprinzip wurde dem weiblichen Geschlecht in einer patriarchalischen Gesellschaft jahrhundertelang zugeschrieben. Hmm.... Ich frage mich, ob sich dieses Denkmuster bis heute gewandelt hat.

Die Muse ist und bleibt also eine Universalhure im Schatten des Künstlers. Nun haben die Zeiten sich geändert und auch weibliche Künstler dürfen mit Aussicht auf Erfolg die Pinsel und den Taktstock schwingen und hoffentlich im Glanz des Ruhms erstrahlen. Das bedeutet wiederrum, dass jetzt die Rollen getauscht werden dürfen, und wenn ein Mann mit einer Künstlerin zusammen ist, er durchaus ihre Muse sein darf. (Abwegiges Konzept? Wie ein Mann in einem Kleid? - Oh ja, ganz recht.)

Was würde aber passieren, wenn zwei Künstler ein Paar wären? Würden sie dann automatisch in Konkurrenz zueinander stehen? Würde der Erfolg des Einen, dem Anderen das Gefühl geben, sich beweisen zu müssen? Wenn der Mann erfolgreicher ist, würde das die Frau mit der Angst füllen, bloß zur Muse zu werden? Ist die Frau erfolgreicher als der Mann, würde er sich dann weniger männlich fühlen? Sollten Künstler zusammen sein? Oder würden sie dabei zu sehr um die Wette zu scheinen versuchen und dabei ihre Liebe zueinander vergessen? Würden dabei jedes Mal die Beatles auseinander fallen oder unglaublich aufwendige Porno-Comics entstehen?

Ich zweifle an, dass zwei Künstler überhaupt eine ebenbürtige Beziehung haben können, WENN dabei beide Künstler wirklich Künstler sein wollen, ansonsten würde doch immer einer zur Muse degradiert werden. Ich wünsche mir, dass ich Unrecht hab.

Und außerdem hab ich doch, wie man weiß, keine Ahnung von Liebe. Vielleicht ist Muse sein ja doch ganz nett.



*und mit "weiblich" mein ich "sexistisch"

Neues - Queen Of Broken Hearts

Inspiriert vom wahren Leben und der Grund, warum ich mich fast um meine Mietkaution gebracht hätte (indem ich beim Zeichnen das Tintenfässchen auf den Boden falen ließ), präsentiere ich mal wieder ein neues Werk.
Queen Of Broken Hearts